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Insel der Kinder

Umgeben von traumhafter Natur liegt die Kindertagesstätte Insel der Kinder auf der Insel Itaparica in der Nähe der Metropole Salvador. 2009 haben wir ein leer stehendes Hotel eigens für die Insel der Kinder umfunktioniert. Die Einrichtung hat Lern-, Speise- und Gemeinschaftsräume sowie Schlafzimmer für die Volontäre und einige Mitarbeiter. Der weitläufige Garten bietet Platz für Rückzugsmöglichkeiten, Sport und Aktivitäten, und unseren Obst- und Gemüseanbau.

Derzeit ist die Insel der Kinder ein zweites Zuhause für 137 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 16 Jahren. Hier bekommen sie täglich ausgewogene Mahlzeiten und werden liebevoll von Pädagogen und Psychologen betreut. Von 8.00 – 18 Uhr lernen und spielen sie und nehmen an unserem vielfältigen Angebot teil.

Neben gezielten Lernangeboten, wie Alphabetisierung und Englisch, helfen Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Gewalt, Drogen und Aufklärung den Kindern, ihren schwierigen Alltag und ihre Probleme zu verarbeiten. Zusätzlich nehmen sie an verschiedenen sportlichen, künstlerischen und kulturellen Aktivitäten teil. Tanzen oder Rollenspiele fördern, dass die Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln und Selbstvertrauen aufbauen.

Die Insel der Kinder bietet eine sichere Umgebung, in der die Kinder wieder ‚Kind sein‘ dürfen. Mit der Zeit schaffen sie es, traumatische Erlebnisse zu bewältigen.

 

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Brasilien ist Südamerikas größter Staat mit mehr als 204 Millionen Einwohnern. Ein Großteil der Bevölkerung lebt in Städten bzw. in den riesigen Peripherien der Metropolen, die als Favelas bekannt sind. Soziale Ungleichheit, ein prekäres Bildungssystem, Armut – viele Menschen führen ein Leben auf engstem Raum und ohne Perspektive.

Schätzungsweise zehn Millionen Kinder in Brasilien leben auf der Straße. Die Infrastruktur ist unzureichend und an öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Kindergärten fehlt es meist gänzlich. Trotz nationaler Schulpflicht haben die Schulen zu wenig qualifiziertes Personal und kaum Schulmaterialien. Ausbildungsplätze oder weiterführende Schulen gibt es in den Peripherien kaum. Für die Kinder ist die Straße häufig die traurige Konsequenz aus Langeweile und der schwierigen familiären Situation. Schon in sehr frühem Alter verwahrlosen sie. Es fehlt ihnen an Zuneigung und Beschäftigung. Der Einstieg in eine kriminelle Drogenbande oder der Verkauf des eigenen Körpers gehören zur traurigen Realität.

 

Erfahren Sie mehr auf unserer Website oder unserer Facebook-Seite und unterstützen Sie uns dabei, diesen Kindern einen sicheren Ort und eine schönere Zukunft zu bieten!

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