Sri Lanka
Brasilien
Chenjiagou

CETA

Die Institution

Calabar_KindergartenDie CETA ist ein seit 1995 bestehender Zusammenschluss von landlosen Bauern (Sem Terras) in Brasilien. Dieser unterstützt unter anderen ein kleines Projekt auf der Insel Itaparica, die per Boot 45 min. von Salvadors Hafen entfernt liegt. Hintergrund dieses Zusammenschlusses ist die historisch bedingte ungerechte Landverteilung und -enteignung, die sich auf den Sklavenhandel zurückführen lässt und bis heute Millionen von Menschen die Lebensgrundlage gekostet hat. Durch den Großgrundbesitz sowie verschiedene staatliche Projekte, wie bspw. der Bau von Staudämmen, wurde die ländliche Bevölkerung immer wieder aus ihrer Heimat vertrieben. Dann ist ihre einzige Perspektive häufig die Flucht in urbane Zentren, wo sie vor allem Chancen auf einen Job erwarten. Oft steigt die Verelendung der Familien hier jedoch weiter, denn neben der Armut kommen die verheerenden Probleme des Lebens in der Favela hinzu. Drogenkonsum, Bandenkriege, hohe Kriminalität und menschenunwürdige Behausungen nehmen den Landflüchtigen oft die letzte Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Calabar_KindergartenUm diesem Elend und einem Leben in ständiger Angst zu entfliehen, entscheiden sich manche Menschen, wieder zurück auf das Land zu ziehen. In der CETA leben 70 Bauernfamilien auf 61 ha Land. Ihre Behausungen sind einfachste Hütten aus Holz und Plastikfolien, sie haben keinen Strom und keinen Wasserzugang. Die Menschen der Gemeinschaft versorgen sich ausschließlich von der ökologischen Landwirtschaft sowie kleinen Handarbeiten wie Häkeldecken, die von den Frauen erstellt werden. In kollektiver Zusammenarbeit und Arbeitsteilung werden die Felder bestellt und die Tiere versorgt, wobei der Großteil zur Eigenversorgung genutzt wird. An einem kleinen Stand an der Straße und auf Märkten verkaufen sie ihre Produkte.

Calabar_KindergartenDie Erträge der Familien sind sehr gering und so können sie sich gerade mit den dringendsten Grundlagen versorgen. Große Probleme treten in den Bereichen Bildung und medizinische Versorgung auf. Ein gutes Beispiel für die prekäre Situation ist die Versorgung der 29 Kinder der Gemeinde. Die Gemeinschaftsschule besteht aus einem winzigen Raum (ca. 10 m²), in dem sich wenige Tische und Stühle befinden. Einige der Kinder besuchen die Grundschule in einem anderen Ort. Die Kinder bekommen kaum Möglichkeiten, Bildung oder eine Ausbildung zu erhalten, um die Gemeinschaft zukünftig positiv verändern und weiterentwickeln zu können.

Unterstützung

Calabar_KindergartenIn der Bauerngemeinschaft herrscht ein großer Bedarf an sämtlicher materieller Unterstützung wie Nahrungsmittel, Küchengeräten und Kleidung, aber auch an Wissen. Die Menschen zeigen großes Engagement und die Bereitschaft, sich mit zusätzlich gebotenen Möglichkeiten zu entwickeln und ihre Lebensumstände zu verbessern.

Wir möchten in Zukunft besonders den Kindern der Gemeinschaft helfen, ihre Potentiale zu entdecken, lernen zu dürfen und ihre Persönlichkeit zu entfalten. Deshalb ist unser Ziel, den Kindern einen besseren Zugang zu Lehrmaterialien, den Schultransport und Kleidung bereitzustellen.

Wenn die Kommune es schafft, ein gesundes und friedvolles Leben in der Natur zu leben, kann sie langfristig zu einem Vorbild und zu einer wahren Alternative für Stadt- bzw. Favelabewohner werden. Ein Ziel, für das es sich zu kämpfen lohnt!

Sollten auch Sie Interesse haben, diesen Kindern und ihrer Gemeinschaft zu helfen, so geben Sie bitte in Ihrer Spende als Verwendungszweck "Projekt CETA" an.

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